Freude am Lesen entwickeln

Heute möchte ich Euch am Trainings-Erfolg eines Kindes teilhaben lassen.

 

Wie allseits bekannt ist, fällt es gerade legasthenen Kindern schwer, zu lesen - weder kurze Sätze, geschweige denn ein ganzes Buch.

 

Seit gut einem halben Jahr ist nun ein Junge bei mir, welcher anfangs sehr große Schwierigkeiten aufgrund seiner Legasthenie hatte. Auch das Lesen zählte gar nicht zu seinen Vorlieben und Stärken.

Deswegen hatte ich mich ihm und seinen Bedürfnissen angenommen und speziell auch in diesem Bereich mit ihm gelernt. Buchstaben auf unterschiedlichste Art und Weise kennengelernt - mittels Würfel lustige Sätze zusammenstellen, usw.

Für jedes Training hatte ich mir für das Lesen-Lernen und gegen die Abneigung dessen einzelne Übungen überlegt und bereit gelegt.

 

Nun - nach gut einem halben Jahr - kam der Junge, wie jede Woche, zu mir. Wir hatten uns aufgrund der Weihnachtsferien nicht gesehen und er hatte etwas Erstaunliches zu berichten.

Zu Weihnachten hatte er sich ein Buch gewünscht - und auch bekommen. Er war so fasziniert davon und wollte selbst Fortschritte machen, dass er jeden Tag vor dem Zu-Bett-Gehen darin gelesen hatte.

Er berichtete voller Stolz und auch seine Mutter hatte das Thema angeschnitten.

 

Mittlerweile sind einige Wochen vergangen und er liest noch immer sehr gerne. In der Schule wurde auch eine gewisse Lese-Zeit eingeführt, in welcher die Schüler ein Buch ihrer Wahl lesen sollen. Jeden Tag folgen mehr Seiten und nun hat er sich schon einige Bücher besorgt.

 

Jedes Mal, wenn er zu mir kommt, erzählt er mir stolz von seinen Büchern und was er wieder gelesen hatte.

 

In solchen Momenten weiß man dann einfach, dass man etwas richtig gemacht hat.

 

Ich kann nur sagen, dass ich auf die Fortschritte dieses Kindes und seinen Ehrgeiz sehr stolz bin. Er hat sich dran gesetzt und mittels meiner Übung und dem Lesen-Üben zu Hause eine neue Vorliebe entdeckt: das Lesen.

 

 

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